Wünsche (12.3.2016)

Im neuen Disney-Film "Zoomania" bewohnen Raubtiere und Beutetiere modisch bekleidet und politisch korrekt gemeinsam eine Großstadt, bis ausgerechnet die scheinbar Harmlosesten unter ihnen ein Komplott aushecken.
Die Kleider der Tiere in dem wunderbar utopischen Film ließen mich an ein Märchen zurückdenken, das ich 2013 niederschrieb und das damals auch von der Lehrerin einer 3. Klasse in der Schweiz Kindern vorgelesen wurde.

 

 

Wie die Tiere die Mode erfanden
Märchen
(Peter Kamber, 2013; © Liepman Agency)

 

Unbekleidet herumzugehen sei blöde, fand der Löwe: „Einfallslos und öde!“ Es töte seinen Geist. Also legte er sich ein Fell zu und er erfand die Mode. Die anderen Tiere taten es ihm nach. Und als die ersten Menschen das sahen, sprachen sie: „Wollen wir die einzigen ohne Kleider sein?“ Doch wie genau das vor sich ging, und wo, das soll hier geschildert werden.

 

Das Zebra war gewohnt, dass der Löwe ihm nachstellte und nachsprang – in keiner anderen Absicht, als es zu fressen. War das nicht ein Skandal? Damit konnte sich das Zebra natürlich auf keinen Fall einverstanden erklären. Zum Glück war das Zebra sehr schnell und rannte schon davon, wenn sie den Löwen oder die Löwin von weitem sah.
Die beiden waren ein junges, verliebtes Raubkatzenpaar und dementsprechend hielten sie sich nicht an geregelte Essenszeiten, dösten faul und schmusend unter einem schattigen Baum, bis sie merkten, wie ungeheuer hungrig sie eigentlich waren. Auf lange anstrengende Hetzjagden konnten sie sich dann auch gar nicht mehr einlassen – dazu fehlten ihnen die Kräfte, und dies war ein Glück für das ausdauernde Zebra, dem es nichts ausmachte, in hohem Tempo über weite Strecken zu galoppieren. Notfalls hatte das Zebra auch seine Hufe, mit denen es Boxschläge verteilte konnte, doch ein Kampf war keinesfalls ein Spaß, sondern böser Ernst und nervenaufreibend. Wenn der Löwe oder die Löwin gar hochspringen würde und es am Hals erwischte, dann würde das ohne Zweifel böse ausgehen. Also war Vorsicht geboten!


Mit Erstaunen sah das Zebra nun eines Tages aus seinem guten Versteck, dass der Löwe mit etwas ganz anderem beschäftigt war, als zu faulenzen oder ihm nachzujagen: Er ließ sich von der Löwin gehörig bewundern.
"Ein so schönes Fell hat sonst niemand", sagte die Löwin und sie wolle auch eins. Nur auf den Kragen könnte sie gut verzichten. Denn sie war klüger als er – der Stolz des Löwen verdunkelte manchmal seinen Verstand. Die Löwin aber dachte, wenn es kalt wäre, könne so eine Mähne um den Hals zwar vielleicht nützlich sein, aber unter der starken Sonne wäre sie sicherlich eine Last und würde sie bei der Jagd unnötig zum Schwitzen bringen.
„Dasselbe goldgelbe Fall, aber ohne Löwenmähne“, hüstelte sie, „ich meine: ohne Kragen!“
Der Löwe verschwand, dann kehrte er nach einer Weile wieder zurück und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Im Nu hatte die Löwin auch so ein Fell! Das Zebra staunte über die Verwandlung, die sich vor seinen Augen vollzog, und da das Zebra besonders gut darin geübt war, im Gras Fährten zu lesen, folgte es der Spur des Löwen.


Es ging durch ein dichtes Stück Wald, in einen tiefen Grund mit einem Bach, über einen Hügel mit üppigem Gestrüpp und da öffnete sich der Blick und das Zebra kam zu einem verzauberten See. Es war durstig und trank mit herabgesenktem Kopf. Das kühle Nass tat so gut, fast hätte das Zebra vergessen, weshalb es überhaupt hierhergekommen war. Da hörte es neben sich eine leise hohe Stimme, so fein, als wäre das Wesen, das zu ihr sprach, da und doch nicht da. Deshalb schaute sich das Zebra auch nicht um.
„Was tust du hier?“, hörte es im freundlichsten Ton der Welt.
Ohne hochzublicken, sagte das Zebra: „Trinken!“
„Das sehe ich“, sagte die Stimme, „aber du bist doch nicht deswegen hergekommen?“
„Wie wunderbar das Wasser hier schmeckt!“ Erst jetzt hob das Zebra den Kopf und dachte nach: „Ja, warum bloß führte mich der Weg hierher? Eben wusste ich’s noch!“
„Was vergessen ist, ist noch da, und plötzlich kommt es uns wieder in den Sinn“, sagte die Stimme. „Nur an das, was wir nie hörten und nie sahen, können wir uns nicht erinnern.“
„Oh, das klingt kompliziert“, sagte das Zebra, lass mich überlegen! Dräng mich nicht! Wie soll, wer zur Eile angetrieben wird, ruhig nachdenken?“
„Nimm dir Zeit! Je ruhiger der Atem geht, um so schneller fliegen uns die Gedanken zu.“
Noch immer ohne zur Seite zu schauen, denn die Stimme klang schön und rein und war kein Bisschen bedrohlich, wollte das Zebra schon in aller Ruhe noch einmal trinken, da plötzlich kam es ihm in den Sinn: „Der Löwe! Er hat neuerdings ein prächtiges goldgelbes Fell, und die Löwin auch. Da fragte ich mich, wie das wohl zu und her gegangen sei. Das schien mir wahre Zauberei!“
Nun erst drehte das Zebra den Kopf. Und was sah es über den Blättern der Seerosen? Eine Elfe mit schwirrenden Flügeln, die fast durchsichtig waren. In der Hand hielt die Elfe einen funkelnden Zauberstab.

 

 

„Oh!“, sagte das Zebra. „Bist du eine Elfe?“
„Das siehst du doch.“
„Ist es wahr“, fragte das Zebra schnell, „dass wer eine Elfe sieht, einen Wunsch frei hat?“
„Ja, freilich. Aber niemand weiß den Weg zu uns. Der Löwe fand ihn nur durch Zufall und gelobte feierlich zu schweigen! Deshalb möchte ich, bevor ich auch nur daran denke, dich nach einem Wunsch von dir zu fragen, zuerst wissen, ob noch andere Tiere hierher zu diesem stillen Ort finden könnten?“
„Ich glaube kaum! Und ich denke auch nicht, dass mir irgendwer gefolgt ist. Ich sah niemanden hinter mir!“
„Da bin ich ja beruhigt“, sagte die schöne Elfe. „Denn ich als Elfe habe, wie dir sicher klar ist, jeden Tag so viele wichtige Aufgaben zu erfüllen, dass ich keine Zeit hätte, allen Tieren einen Wunsch zu erfüllen!“
Das Zebra konnte sich zwar nicht vorstellen, was eine Elfe den lieben langen Tag zu erledigen hatte, aber es sagte bereitwillig:
„Natürlich hast du anderes zu tun! Ich sehe schon lebhaft, eine unendlich lange Schlange von Tieren vor mir, die alle nur darauf warten, sich von dir ihren größten Wunsch erfüllen zu lassen!“
„Genau! Kluges Zebra! Das wäre mein Ende hier! Wir Elfen brauchen die Einsamkeit, die Abgeschiedenheit und die Unberührtheit eines stillen Gewässers! Nun sag mir deinen Wunsch und versprich mir hoch und heilig, niemandem etwas davon zu erzählen!“
„Ehrenwort!“, versprach das Zebra, und sagte ohne lange zu überlegen: „Ich wünsche mir ebenfalls ein Fell! Wie der Löwe und die Löwin!“
„Bist du sicher, dass du goldgelb aussehen willst wie er und sie? Denn viele von den Tieren, mit denen du befreundet bist, könnten dich fürchten, wenn ihr euch zum Verwechseln ähnlich seht!“
Traurig ließ das Zebra den Kopf zum weißen, lehmigen Boden am Rande des verzauberten Sees sinken. Denn es sah ein, dass die Elfe recht hatte: Alle würden vor ihm die Flucht ergreifen und es wäre bald das einsamste Tier weit und breit! Aber was für ein Fell sollte sich denn stattdessen wünschen?
Die heiße Sonne stand seitwärts über ihnen und warf von schräg oben einen harten Schatten auf die vier Beine des Zebras. Da wo die Sonne hin schien , war leuchtendes Weiß, da wo der Schatten eines der Beine hinfiel, schwarz. Das Muster gefiel dem Zebra und es sagte der Elfe, genau so ein gestreiftes Fell, in dem sich Weiß und Schwarz abwechselten, möchte es haben!


Freudig suchte das Zebra den verschlungenen Weg zurück und ließ sich von allen Bekannten bestaunen. Doch obwohl alle das Zebra bestürmten, es möge ihnen das Geheimnis verraten, hielt es sich an das Versprechen und sagte: „Ich darf nichts darüber verlauten lassen. Keinen Ton!“
„So, so“, sagte der schlaue Fuchs, „keinen Mucks darfst du von dir geben?“
„Genau so ist es!“, bestätigte das Zebra.
„Verstehe ich!“, sagte der Fuchs scheinheilig. Auch der Fuchs sah wie alle anderen Tiere farblos aus, so als wäre er nur mit einer Linie gezeichnet! Und das fuchste ihn, wie er zu sagen pflegte!
„Geht alle nach Hause!“, rief der Fuchs. „Dringt nicht weiter auf das Zebra ein! Versprochen ist versprochen! Wer will schuld daran sein, wenn das Zebra sein Wort gibt und es dann wegen uns nicht halten kann!“


Als die Übrigen gegangen waren, dankte das Zebra dem Fuchs, ohne zu ahnen, dass der das Zebra nur aushorchen wollte und deshalb ganz allein mit ihm zu sein wünschte.
„Aber immer gerne!“, sagte der Fuchs scheinbar großherzig. „Auch ich bemühe mich, das, was ich verspreche, zu halten, und ich weiß, wie schwer mir das manchmal gemacht wird. Deshalb würde ich dich auch nie danach fragen, wem genau du denn das Versprechen, nichts zu sagen, ablegen musstest!“
„Das ist wirklich nett von dir“, sagte das Zebra. „So viel Verständnis hätte ich gar nicht erwartet!“
„Nun“, entgegnete der Fuchs, „wenn wir schon davon sprechen: Ich hätte mir selbstverständlich kein schwarz-weißes Fell gewünscht wie du!“
„Sondern?“, fragte das Zebra plötzlich bedrückt – denn das hörte sich nicht gerade freundlich an.
„Eines in Farbe! Ein rötliches, mit einem buschigen Schwanz!“
„Ach so!“, sagte das Zebra kleinlaut.
Der Fuchs spürte, dass der Augenblick gekommen wäre, den Versuch zu wagen, ob das Zebra nicht zu überlisten wäre, und im Ton des größten Bedauerns sagte er:
„Aber ich glaube, die Kräfte jenes Wesens, das dir dein Fell schenkte, reichen wohl nicht so weit, auch ein farbiges Kleid herbeizuzaubern, deshalb hat es wohl auch gar keinen Sinn, weiter davon zu reden!“
„Du irrst dich“, widersprach das Zebra ahnungslos, „die Elfe kann jeden Wunsch erfüllen!“
Schon hatte sich das Zebra verplappert und reumütig ging es den Weg zurück zum Zaubersee, um der Elfe das Ungeschick zu gestehen.
Die Elfe blickte streng, ob dem Zebra irgend ein anderes Tier gefolgt sein könnte, dann aber lösten sich die ernsten Gesichtszüge der Elfe und fanden zurück zum zauberhaften Lächeln, an dem Elfen zu erkennen sind:
„Dass wir uns gegen unseren Willen verraten, wenn uns listige Gesellen wie der Fuchs ausfragen, kann leider allen von uns geschehen!“
Kaum war das Zebra aber verschwunden, trat der Fuchs aus dem dichten Gebüsch hervor, stolzierte unter der Fee hin und her. Denn sie hatte sich mit ihren Flügen in die Luft erhoben und wollte vor ihm fliehen:
„Sieh an, eine Elfe!“, sagte er spöttisch. „Ich wette, nicht du bist es, die über jene Zauberkräfte verfügt, von der das Zebra mir leider nichts – sagen wir: so gut wie nichts – erzählen wollte! Wie schade! Wie gerne hätte ich dich, liebe, nette Elfe, bei allen Tieren in den höchsten Tönen gelobt! Es heißt zwar, wer eine Elfe sehe, dürfe sich was wünschen, doch das müsste ich zuerst sehen um es zu glauben! Denn ich bezweifle es sehr! Was du in den Händen hältst, sieht zwar ganz so aus wie ein Zauberstab, doch ist wohl nur Schabernack und zu nichts gut außer eitler Gaukelei.“
So fuhr er fort, die Elfe zu kränken, bis sie Kehrt machte und direkt vor ihm auf dem Boden landete.
„Bei meiner Ehre!“, sagte die Elfe. „Auch dir erfülle ich einen Wunsch, obwohl es nicht schön ist, dass du das mit Frechheiten erzwingst! Und dir muss ich das Versprechen, nichts über mich zu verraten, gar nicht abnehmen! Denn du wirst es sowieso eifersüchtig für dich bewahren! Du gönnst ja niemandem was! Da du nun aber schon mal hier bist, lass mich hören, was du begehrst, und dann bitte geh und lass mir meinen Frieden!“
„Wenn du wüsstest, wie gut ich dich verstehe!“, heuchelte der Fuchs, „auch ich könnte hier nicht den ganzen Tag rumsitzen und Wünsche der Tiere erfüllen: Denk dir nur, wie viel verschiedene Tiere es gibt! Sicher wäre ein Wunsch wunderlicher als der andere! Ich hingegen bin, wie du gleich sehen wirst, sehr bescheiden!“


Als der Fuchs zurückkehrte, hatte er das ersehnte rötliche Fell und den buschigen Schwanz.
„Nie im Leben!“, sagte er allen, die ihn befragten. „Ich wäre schön dumm, wenn ich euch auch nur das Geringste verraten würde!“ Stolz zog er seines Weges. Noch einmal drehte er sich um: „Geheimnisse wären keine Geheimnisse, wenn sie nicht geheim bleiben müssten!“
Der Papagei aber, der klügste unter den Vögeln, hatte von einem hohen Baum aus zugesehen, wie der Fuchs dem Zebra nachgeschlichen war. Und in Gedanken malte er sich schon aus, was für ein farbenfrohes Gefieder er als Papagei sich wünschen würde! Die Farben kannte er vom Regenbogen und wie hätte er sich da mit seinen vielen Papageienfreundinnen und -freunden auf eine einzige festlegen wollen? In allen Farben würden sie erstrahlen! Die bunteste Schar würden sie sein!
So flog der Papagei los und fand nach einigem Suchen hinter dem dichten Wald, der tiefen Bodensenke mit dem Bach und dem Hügel mit Büschen den lieblichen Zaubersee.


Die Elfe war gerade damit beschäftigt, mit ihrem glitzernden Stab Gedichte auf die Seeoberfläche zu schreiben. Dann wollte die Elfe die Seerosen zurechtschneiden und im Schilfrohr am Ufer nachsehen, ob die Kaulquappen der Frösche gut gediehen, auch ob die kleinen Fische gut geschützt wären, bis sie selbst groß und stark genug wären, im tiefen Wasser zu schwimmen.
Da landete der Papagei neben ihr und begann sich vor Lachen zu biegen: „Du bist es also! Eine Elfe! Wer hätte das gedacht! Ein Zaubersee, ganz in der Nähe, verborgen vor uns! Du hast dich gut versteckt, das muss ich zugeben!“ Und ehe die Elfe ihn auch nur bitten konnte, ihr Geheimnis zu wahren, flog er auf rief alle übrigen Tiere herbei! Und stundenlang, tagelang standen sie geduldig in einer langen Kolonne, bis jedes von ihnen an der Reihe war, sich etwas von der Elfe zu wünschen: Großwild, Bären, Elefanten, Giraffen, aber auch Rehe, Katzen, Hunde, Vögel. Die Adler warteten lange misstrauisch. Doch auch sie erhielten, was sie sich ausdachten. Bienen und Wespen summten der Elfe vor, was sie begehrten. Auch Käfer äußerten ihr Begehren. Die Elfe verstand alle ihre Stimmen. Krokodile hatten sich was ganz Besonderes ausgedacht. Am Schluss kamen die Schildkröten und zu allerletzt die Schnecken.


Die Menschen, die damals noch in Höhlen und in Laubhütten auf den Bäumen lebten, staunten nicht schlecht, als alle die modisch gekleideten Tiere plötzlich vor ihnen herumspazierten. Doch da auf dem Pfad zum See auch giftige Schlangen, schwere Mammuts und gefräßige Tiger waren, zögerten sie, sich anzustellen, und als sich endlich alle Tiere verlaufen hatten, da war die Elfe auch schon auf und davon, und der Zaubersee hatte aufgehört, ein verzauberter See zu sein.
Erschöpft und verzweifelt hatte sie das Weite gesucht, denn Elfen brauchen die Stille, sonst können sie mit ihrem Zauberstab keine Gedicht in die sanften Wellen schreiben und dadurch einen See verzaubern, auch keine Seerosen züchten und rauschendes Schilf wachsen lassen.
Da waren die Menschen natürlich traurig. „Wo ist die schöne Zeit der Elfen geblieben?“, klagten sie. „Wenn wir nur eher daran gedacht hätten, nach dem Zaubersee zu suchen! Was hätten wir von der Elfe nicht alles wünschen können!“
Da sie nun aber überall die zauberhaften Felle der Tiere sahen, begannen sie, nach faserigen Pflanzen zu suchen, wie Bast und Flachs, und begannen sie zu Leinen zu verweben. Auch zupften sie weiße wollige Watte aus platzenden Baumwollkapseln und verspannen sie zu Fäden für Gewebe. Die so gewonnenen Stoffe brachten sie mit Erdfarben zum Leuchten. Zuerst ahmten sie die Muster der Tierfelle nach, aber dann kamen ihnen immer neue Einfälle, einer toller und ausgefallener als der andere.


So kam es, dass die Tiere mit ihrer Einfallskraft die Mode erfanden, die Menschen diese Kunst aber schnell von ihnen lernten und sie darin noch zu übertreffen suchten, und wann immer die Elfe ab und zu heimlich zu ihrem geliebten ehemaligem Zaubersee zurückkehrte, lachte sie über die Fantasie der Modeschöpfer und Modeschöpferinnen unter diesen Menschen.


Sie zeigte sich aber nie mehr. Nur dann und wann, wenn ein Mädchen oder ein Junge einsam den Wunsch verspürte, am Ufer leise zu singen oder ein Gedicht zu verfassen, dann war es, als hörten sie die feine Stimme einer Elfe, die ihnen Worte eingab, zu denen sie an keinem anderen Ort gekommen wären als in dieser wunderbaren Stille des alten Zaubersees.

 

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